Michi

Ich heiße Michi Breitenbach – herzlich willkommen auf meiner Website. Inhalte dieser Site sind vor allem meine Projekte und Interessen als Musiker, als Maker/Programmierer und als Mensch. Im Blog gebe ich meine aktuellen Konzerttermine bekannt und schreibe gelegentlich auch über politische, philosophische, technische und andere Themen.

Ich wurde 1967 in Apolda gebohren und lebe seit meinem 4.Lebensjahr in Leipzig. Ich wuchs in der DDR auf und die Umbrüche 1989 waren ein starker Einschnitt in meinem Leben. Nach der Schule und einer Berufsausbildung habe ich mich der Musik zugewandt – seit 1989 lebe ich als Musiker und Musikpädagoge. Meine musikalische Ausbildung begann als Kind mit Unterricht und autodidaktischen Studien am Klavier und in Musiktheorie. Als Jugendlicher wollte ich gern Saxofon lernen und begann mit dem Tenor.

Als Kind hörte ich zuhause viel klassische sowie zeitgenössische Musik und vor allem viel Jazz. Letzteres führte dazu das die Improvisation zum wichtigsten Element meiner Musik wurde. Ich begann mit 13 zu Freejazz-Konzerten zu gehen und ich muss sagen diese Hörerfahrungen haben mich stark geprägt.

Momentan sind meine Hauptinteressen in der Musik die freie Improvisation, Klangkunst, Elektronik, Experimente mit Mikrotonalität, Reduktion und das Loslassen von konventionellen musikalischen Strukturen. Allerdings ist es mir auch wichtig an traditionellen Musikformen weiter zu arbeiten. Ich spiele mit gosser Freude Jazz, Tango, Klezmer etc. und ziehe viel Inspiration aus dieser Vielfalt.

In über 30Jahren hatte ich Gelegenheiten mit zahlreichen grossartigen Musiker_innen, Schauspieler_innen,  Tänzer_innen, Bildenden Künstler_innen, …  aus aller Welt zu arbeiten von denen ich das meiste gelernt habe. Ausserdem unterrichte ich schon lange Saxofon und gestalte seit einigen Jahren Musikprojekte für Kinder. Ich bin in verschiedenen Projekten an der Organisation von Konzerten und anderen kulturellen Ereignissen beteiligt – z.B. im Verein LeipJAZZig und im Rahmen des Hausprojektes Conserve (s.u.).

Instrumental habe ich mich im Laufe der Jahre zunehmend eingeschränkt. Ursprünglich spielte ich alle Saxofone vom Bari bis zum Sopran und verschiedene Klarinetten, aber im Laufe der Zeit habe ich gemerkt das mich das eher behindert. Die Idee auf nur einem Saxofon eine grosse Vielfalt an Ausdrucksmitteln zu entwickeln und das Instrument immer mehr zu meiner Stimme zu machen hat mich schliesslich mehr interessiert. Dies führte dazu das ich heute fast nur noch Sopransax und elektronische Instrumente spiele. Mein elektronisches Setup ist dabei variabel – oft spiele ich EWI und andere (meist selbstgebaute) Controller mit selbstentwickelter Software auf dem Laptop und in letzter Zeit gelegentlich auch mit einem kleinen Modularsystem.

Privat habe ich in verschiedenen Beziehungen gelebt und ich habe aus zwei von diesen drei Kinder und inzwischen auch ein Enkelkind – welche ein wichtiger Lebensinhalt für mich sind. Gegenwärtig bin ich nicht mehr auf der Suche nach einer Zweierbeziehung – dieses Modell scheint mir zunehmend fragwürdig. Fragen des sozialen Miteinanders wurden mir im Laufe meines bisherigen Lebens zunehmend wichtiger und ich freue mich heute Mitglied im Hausprojekt “Conserve” zu sein und bald nicht mehr der einzige Bewohner des Objekts in der Demmeringstr.115 zu sein.

Ich wollte es auch mein Leben lang nicht lassen über Sinn-Fragen nachzudenken. Philosophen des 20Jh. haben mich neben buddistischen Autoren mit vielen Ihrer Ideen stark beeindruckt. Auch wenn ich nicht behaupten kann sehr tief in die Originaltexte eindringen zu können, hat mich die Beschäftigung mit Sartre, Foucault, Butler ebenso wie die Meditation flexibler gemacht im Umgang mit der Realität, dazu gebracht über Werte nachzudenken und zunehmend ein wenig vom Ego zurückzutreten.

Michi Breitenbach 15.1.2019